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Haus der Jungfrau Maria

Jedes Mal, wenn ich versuche, Abstand zu gewinnen und eine Seereise zu machen, finde ich mich unweigerlich mitten in der Geschichte wieder. Ich weiß nicht warum, aber das Umherwandern an historischen Orten wirkt äußerst beruhigend. Vielleicht liegt es an der geheimnisvollen Atmosphäre oder daran, dass es eine Verbindung zur Vergangenheit darstellt. Dieses Mal führte mich mein Weg hierher. Dieser geheimnisvolle Ort ist voller unglaublicher Geschichten. Wir konnten uns nicht entscheiden, welche wir erzählen sollen. Doch wenn Sie mit einem Guide kommen, können Sie sicher sein, dass Sie von diesem Ort begeistert sein werden. Ich möchte Ihnen ebenfalls eine Geschichte erzählen.

Dieser geheimnisvolle Ort ist voller unglaublicher Geschichten. Wir konnten uns nicht entscheiden, welche wir erzählen sollen. Doch wenn Sie mit einem Guide kommen, können Sie sicher sein, dass Sie von diesem Ort begeistert sein werden. Ich möchte Ihnen ebenfalls eine Geschichte erzählen.

Anne Catherine Emmerich, bekannt als mystisches Medium und in der Parapsychologie-Literatur erwähnt, war eine bettlägerige Nonne, die in tranceähnliche Zustände verfiel und Visionen über Jesus oder die Jungfrau Maria hatte. Während sie diese Visionen in einem Halbschlaf schilderte, schrieb der Dichter jener Zeit, Clemens Brentano, ihre Erzählungen nieder. Diese Aufzeichnungen bzw. Brentanos späteres Buch „Die Visionen der Anne Catherine Emmerich“ führten rund 200 Jahre später zur Entdeckung des heutigen Hauses. Eine Gruppe gläubiger Menschen aus Izmir fand anhand dieses Buches genau an dem beschriebenen Ort das Haus, das als Haus der Jungfrau Maria gilt...

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Wo befindet sich das Haus der Jungfrau Maria?

Dieser schwer zugängliche Ort gilt als der Platz, an dem eine offiziell verschwundene Frau ihre letzten Tage verbrachte. Nach der Himmelfahrt Jesu lebte Maria etwa drei Jahre in Jerusalem (Zion), danach in Bethanien und später rund neun Jahre in Ephesos. Wenn ich Ephesos sage, meine ich jedoch nicht direkt die Stadt. Ob aus dem Wunsch nach Abgeschiedenheit oder innerem Frieden – unbekannt –, ließ sie sich auf dem Berg nieder, der einst Smaragdbeg hieß und heute als Bülbül Dağı bekannt ist, etwa 10 Kilometer vom Stadtzentrum von Ephesos entfernt. Es gibt nur eine Straße, die durch endloses Grün zu diesem Haus führt. Folgt man der Bergstraße vom oberen Tor der antiken Stadt Ephesos, erreicht man es in 15 bis 20 Minuten. Das Haus wurde restauriert und gilt als Pilgerstätte der christlichen Welt; zahlreiche Touren werden auf dieser Route organisiert. Philosophen, Geistliche, einfache Bürger und sogar der Papst haben diesen Ort besucht.

Direkt neben der Kapelle, vor der Mauer zum unteren Wald hin, befindet sich eine Wand, an der Wünsche von Besuchern aus aller Welt aufgehängt werden. Vielleicht wurde dieser Ort dem Klagemauer in Jerusalem gleichgesetzt. Direkt daneben befindet sich eine Wasserquelle, von der man glaubt, dass sie die Fruchtbarkeit fördert.

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Begriffe: Kapelle, Kirche, Basilika, Kathedrale, Kloster

Kapelle

Dies sind meist kleine, heilige Orte. In christlichen Ländern findet man sie an Straßenrändern oder zwischen Wohnvierteln. Außerdem gibt es in Kirchen oder Kathedralen kleine Räume und Nischen. Diese Kapellen sind Heiligen gewidmet. Die berühmteste der Welt ist die Sixtinische Kapelle im Vatikan.

Kirche

Dieser Begriff bezeichnet allgemein christliche Gotteshäuser. Der Gottesdienst wird von vorne geleitet. Kapellen können sich an den Seiten oder im hinteren Bereich befinden. Die bekannteste Kirche der Türkei ist die St.-Peter-Kirche in Antakya.

Basilika

Diese Bauwerke sind eigentlich Kirchen, besitzen jedoch bestimmte architektonische Merkmale, die sie unterscheiden. Typisch ist ein hoher, langer Mittelgang mit zwei niedrigeren Seitengängen. Basiliken haben daher meist keinen kreuzförmigen Grundriss. Das Dach ist in der Regel kuppellos und länglich, selten gibt es eine Kuppel. Unabhängig von der Architektur können Kirchen, denen vom Papst besondere Rechte verliehen wurden, ebenfalls als Basiliken gelten. Eine der bekanntesten ist der Petersdom im Vatikan.

Kathedrale

Meist wird die größte Kirche einer Stadt als Kathedrale bezeichnet, doch dieser Begriff hat eher eine religiöse als eine Größenbedeutung. Entscheidend ist, dass jede Diözese von einem Bischof geleitet wird. Die Kirche, in der der Bischof wirkt, ist die ranghöchste der Diözese und wird Kathedrale genannt. Daher wurden Kathedralen oft prächtiger und größer gebaut. Eine der bekanntesten ist der Mailänder Dom.

Kloster

Diese Anlagen sind meist Orte, an denen sich Geistliche zurückgezogen aufhalten. In einigen Klöstern werden Geistliche auch ausgebildet. Häufig betreiben sie Handwerk oder Landwirtschaft zur Selbstversorgung. Klöster werden traditionell außerhalb von Städten und an schwer zugänglichen Orten errichtet, können aber auch innerhalb von Städten liegen. Das bekannteste Kloster der Türkei ist das Sümela-Kloster in Trabzon.

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Wissenswertes

Auch wenn dieser Ort zunächst sehr anziehend wirkt, kann sich der Eindruck am Eingang ändern. Der Eintrittspreis ist recht hoch. Obwohl angegeben wird, dass die Kapelle nichts mit der Gebühr zu tun hat, wird diese von der Gemeinde Selçuk erhoben: 10 Lira pro Fahrzeug und 10 Lira pro Person (Stand 2017). Ich würde sagen, das ist überteuert. Es ist hier recht kühl, daher empfehle ich, etwas zum Überziehen mitzunehmen.

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